Rubin 07

Home Nach oben Inhalt Gastvermerke

 

Erprobungsmodell für das neue Profil HQ/DS-2/10...9

Kreuz- oder T-Ltw, noch ist nichts entschieden

 

Für die Erprobung wurde wegen praktischer Gegebenheiten erst einmal ein ASW 22-Rumpf geeigneter Größe genommen und statt des Kreuzleitwerks ein T-Leitwerk eingesetzt. Damit das Testmodellmodell auch in der Ebene geflogen werden konnte und damit es bei Flaute an alpinen Hängen auch wieder sicher und heil zum Piloten zurückkehrte, wurde ihm in der Rumpfnase ein HACKER A50-16S-Motor mit 5S-Lipos spendiert

Nach nunmehr über einem Jahr Flugerfahrung mit ungezählten Starts hat sich das Erprobungsmodell als äußerst dynamischer Segler erwiesen. Und ich kann jetzt mit Fug und Recht behaupten, dass das HQ/DS-2/...-Profil gegenüber dem äquivalenten HQ/W-Profil die erwarteten Vorteile im Schnellflug hat, aber auch keine erkenntlichen Nachteile im Langsamflug zeigt. Insbesondere erfreut das Modell im schnellen Kurvenflug mit vorzüglichem Durchzugsvermögen, wenn auch noch mit Snap-Flap-Einsatz geflogen wird. Wie die Profilpolaren versprachen, führt nämlich bei  höheren Re-Zahlen der Snap-Flap-Einsatz von Wölbklappen beim Nachziehen zu deutlich höheren Auftriebswerten ohne Widerstandszunahme, was auf die höhere Laminarität des Profils zurückgeht.

Aufgrund dieser positiven Erfahrungen denke ich, dass ich jetzt (Juni 2008) die Koordinaten für dieses Profil bedenkenlos der Allgemeinheit der Modellflieger zur Verfügung stellen kann. Auf der Seite HQ/DS-Profile sind die Koordinaten für Dicken zwischen 9 % und 14 % des Profils abzurufen; aerodynamisch sinnvoll sind aber bei diesem Profil nur Dicken zwischen 9 % und 11 %, das Optimum liegt etwa bei 10 %. Die größeren Dicken sind nur für den Wurzelbereich von großen Modellen gedacht, damit dort genügend Baufestigkeit erzielt werden kann.

Auch die HQ/DS-Profile sind für den Einsatz von Wölbklappen bestens geeignet, eher noch besser als die HQ/W-Profile. Das HQ/DS-2/10-Profil erreicht im Schnellflug sein absolutes Widerstandsminimum um den  Nullauftrieb, cA = 0, mit etwa -3° Wölbklappenausschlag. Im Langsamflug lassen sich die Klappen bis zu 5° positiv mit Leistungsgewinnn einsetzen.

 

Aufrüsten des RUBIN-2007 mit T-Ltw. für den Jungfernflug Sicherheitshalber vor dem Jungfernflug noch ein Foto mit Rausschmeißer Ludger D.
...einmal seinem Element übergeben fühlte sich der RUBIN-2007 gleich pudelwohl...

copyright Fotos vom Rubin-Erprobungsmodell (s.u.): Paul Gierlach, Winklarn

 

Das Profil des Rubin-2007

 

 

  Nach oben

Copyright © Dr. Helmut Quabeck, 2010